Wie man zu Hause richtig lüftet

Richtiges Lüften scheint eine sehr einfache Sache zu sein. Man öffnet das Fenster und das war's, sagen Sie sich? So einfach ist es allerdings nicht. Falsches Lüften kann nämlich zu stickiger Luft, gesundheitlichen Problemen und unnötig hohen Energiekosten führen. Es wurde schon viel über das Lüften geschrieben, sei es aus Sicht von Experten oder von Laien. Informationen gibt es jedoch nie zu viel, und besonders in der Winterzeit ist es ein viel diskutiertes Thema. Schauen wir uns daher einmal an, wie man richtig lüftet.

Was kann passieren, wenn man nicht richtig lüftet?

Beim Lüften sind verständlicherweise die Sauerstoffzufuhr und die Ableitung von Kohlendioxid am wichtigsten. Gerade er kann das Konzentrationsvermögen beeinträchtigen und eine Reihe von Gesundheitsproblemen verursachen. Welche? Von den meisten haben Sie sicher schon gehört oder waren sogar selbst davon betroffen. Und garantiert sind alle Schwierigkeiten verschwunden, nachdem Sie richtig gelüftet haben. Was sind die grundlegenden Gesundheitsprobleme bei hohem Kohlendioxidgehalt in der Luft?

  • Schläfrigkeit und Müdigkeit,
  • Kopfschmerzen, Migräne,
  • Schlafprobleme,
  • Übelkeit oder Atembeschwerden.

 

Laut Experten äußert sich Sauerstoffmangel auch noch in etwas anderer Weise. Er kann nämlich nicht nur Schläfrigkeit, sondern auch das Gegenteil – Hyperaktivität – verursachen. Unter anderem nimmt die Immunität von Kindern in einer Umgebung mit höherer Kohlendioxidkonzentration ab und sie entwickeln Allergien und Asthma. Wenn Sie möchten, dass Ihre Kinder gesund bleiben, gönnen Sie ihnen viel frische Luft.

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Quelle: Pixabay.com

Lüften entsprechend der Jahreszeit

Es versteht sich von selbst, dass Sie Ihre Lüftungsgewohnheiten im Laufe des Jahres je nach Wetter und Jahreszeit mehrmals ändern sollten. Experten zufolge sollte man mehrmals täglich lüften, idealerweise dreimal, und zwar nach dem Aufwachen, nach der Rückkehr von der Arbeit und vor dem Schlafengehen. Glauben Sie uns, Sie werden dann viel besser einschlafen. Dies ist besonders an Wochenenden wichtig, wenn wir deutlich mehr Zeit zu Hause verbringen.

Von März bis Mai sollte die Lüftungszeit zwischen 8 und 20 Minuten betragen, je nachdem, wie warm es draußen ist. Von Juni bis August sollten Sie die Fenster 25 bis 30 Minuten offen lassen. Wenn es heiß ist, lüften Sie früh am Morgen. Im September werden 16 bis 20 Minuten empfohlen, im Oktober 12 bis 15 Minuten und im November 8 bis 10 Minuten. Im Winter, also von Dezember bis Februar, empfiehlt sich eine Lüftungsdauer von jeweils 4 bis 6 Minuten.

Problem: Beschlagen der Fenster

Mit beschlagenen Fenstern kämpfen viele Menschen. Sie brauchen nicht immer gleich den Hersteller anzurufen und einen Fensteraustausch verlangen, da in der Regel kein Produktfehler, sondern nur falsches Lüften und Heizen dahintersteckt. Sobald Wassertropfen an Ihren Fenstern erscheinen, wischen Sie sie mit einem Papierküchentuch, einem Trockenhandtuch oder einem anderen saugfähigen Material ab und lüften Sie sofort. Nur so erreichen Sie, dass sich in Ihrem Zuhause keine übermäßige Feuchtigkeit ansammelt. Wenn Sie zu Hause eine größere Menge an Zimmerpflanzen oder ein Aquarium haben, müssen Sie mit höherer Luftfeuchtigkeit rechnen und sich entsprechend darauf einstellen.

Ebenso wichtig ist die richtige Temperatur. Wenn die Fenster beschlagen, sollten Sie sich nicht nur aufs Lüften, sondern auch aufs Heizen konzentrieren. Wenn Sie in einem Raum wenig heizen, unzureichend lüften und gleichzeitig viel Zeit dort verbringen (zum Beispiel, wenn Sie dort schlafen), sollten Sie dem richtigen Lüften und Heizen im Raum mehr Aufmerksamkeit schenken. In welchen Räumen ist es wahrscheinlich, dass sich dort mehr Luftfeuchtigkeit als anderswo hält?

  • Schlafzimmer
  • Badezimmer
  • Toilette

 

Luftbefeuchter_wasser

Quelle: Pixabay.com

Probieren Sie die sogenannte Rekuperation

Rekuperation bedeutet aktiven Luftaustausch ohne unnötigen Wärmeverlust. Experten bezeichnen mit diesem Begriff den Prozess der Energierückgewinnung. Diese Methode führt frische Luft von außen zu, nutzt aber gleichzeitig die Energie von Kohlendioxid, die im Innenraum verbleibt.

Dadurch geht keine wertvolle Wärme verloren, für die Sie sonst natürlich bezahlen müssten. Dieser Prozess erfordert jedoch Rekuperationsaustauscher, die Ihnen das Lüften ersparen. Rekuperation ist eine geeignete Methode für Familienhäuser, Gewerberäume und moderne, geräumige Wohneinheiten.

 

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